Überall und nirgends

Ich dachte ich finde dich nur im Licht, aber dann bist du zur Dunkelheit geworden, und warst noch immer du.

Ich dachte ich finde dich bei den Geretteten, aber dann bist du mir bei den Verloren geglaubten begegnet, und warst noch immer du.

Ich dachte du bist im Leben und in der Auferstehung, aber dann warst du auch im Tod und bist gestorben. Und auch das warst immer noch du.

Ich verortete dich in der Heilung und in der Gesundheit, aber dann warst du auch in der Krankheit, wurdest zum tiefsten Schmerz und selbst in der Schwäche bist du anwesend.

Ich besang deine Größe und doch begegnest du mir in so vielem Kleinen.

Ich habe deine Fülle gepriesen, und du bist zur großen Leere geworden.

Manche verorten dich im Erfolg, im Wachstum und im Weiterkommen – und doch warst du mir nie näher als im Zurückgehen, im Runterschrauben und Loslassen und Anhalten.

Ich meinte du seist die Wärme, aber jetzt, wo mir soviel Kälte entgegenschlägt, nehme ich dich anders wahr und lerne zu schätzen, wie du Veraltetes einfrieren und aufbrechen lässt.

Und dann merke ich: All diese Kategorien machen gerade gar keinen Sinn mehr für mich.

Denn wenn die Kälte mich zu dir führt, warum sollte ich sie verdammen?

Wenn das Scheitern, das Kaputte mich und meinen Glauben ausmachen, ja auch dein Wirken bestimmt haben, warum muss ich deinen Sieg proklamieren? Wieso kann mich ein Gott, der das Leiden und Scheitern des Göttlichen nicht nur zugelassen hat, sondern freiwillig verkörpert hat, nicht in einen gesunden Glauben führen, viel mehr, als es ein siegreicher religiöser allmächtiger je könnte?

Wenn ich dich überall und in allen Geschöpfen und Situationen finden kann, warum sollte ich irgendwelche Orte, Menschen oder Zeitfenster als heilig und andere als weltlich abtun?

Dass selbst das Dunkle mir zum Licht wird, das Verlorene mich findet und mir so zu dir wird, du dich ins Ausgegrenzte entgrenzt und sowieso alles zu beleben imstande bist, das ist doch das wahre Geheimnis.

Wenn du überall bist, wenn du Liebe für alle hast, dann braucht es kein schwarz und weiß mehr, kein richtig und falsch und kein draußen und drinnen. Zuhause kann überall sein und ist doch nirgendwo als nur da, wo innerer Frieden in äußeren hineinfließt.

Und ich finde und brauche keinen Ort, an dem ich meinen Kopf ablegen kann, als nur den, den ich mir freiwillig suche – denn ich möchte ja auch noch selber denken.

Die drei Brunnen III – sich mit der kreativen Quelle verbinden (Let it flow!)

Die Autorin Julia Cameron beschreibt in ihrem großartigen Buch „Der Weg des Künstlers“ einen dritten Brunnen, den ich hier vorstellen möchte.

Sie stellt darin einen von ihr entwickelten vielschrittigen Zugang dar, den eigenen inneren blockierten Künstler* zu heilen und erläutert, wie es auch eine Verbindung zu Gott -als dem:der Kreativ Schaffenden schlechthin- schafft, wenn wir uns auf die in uns angelegte Kreativität einlassen. Besonders für Menschen, denen eine apologetische oder bibliozentrische Ebene nicht (mehr) ausreichend ist, um zu einem mündigen und belastbaren Glauben zu finden, kann es also auch ein Weg sein, zu einer neuen Art von Spiritualität zu finden, die sich als gesund erweist. (Mir fielen einige Parallelen zur Mystik auf).

Nun vergleicht die Autorin den spirituell-kreativen Zugang im eigenen Inneren an einer Stelle mit einem Brunnen, der Brunnen gefüllt werden muss. Oder auch einem Teich, welcher gepflegt werden muss. Beides Bilder dafür, dass wir nicht nur lernen dürfen, die innere Quelle anzuzapfen, sondern auch, sie volllaufen zu lassen, um dahingehend sozusagen autark leben zu können.

Cameron spricht von diesem „künstlerischen Reservoir“, einem inneren kreativen „Ökosystem„, das wir „erhalten müssen“, indem wir es vor „Überfischung“ bewahren: den Brunnen also nicht immer nur leeren, sondern auch dafür zu sorgen, ihn auch immer wieder aufzufüllen. Es geht um Selbstsorge und gesunden Rhythmus mit Blick auf die eigenen kreativen Ressourcen. Und um ein Abchecken, ob wir noch mit der richtigen Quelle verbunden sind, nämlich der, in welcher Fülle vorhanden ist.

Um was für eine Fülle geht es denn nun?

„Die Sprache der Kunst besteht aus Bildern und Symbolen. Sie ist eine wortlose Sprache, selbst wenn unsere Kunst darin besteht, sie mit Worten zu jagen.“

„Die Sprache des Künstlers ist sinnlich, eine Sprache der gefühlten Erfahrung. Wenn wir an unserer Kunst arbeiten, tauchen wir in den Brunnen unserer Erfahrung ein und graben Bilder aus.“

Voraussetzung dafür, dass wir das tun können, ist es, den Brunnen mit Bildern zu „füttern“… und zwar mit kreativen Impulsen.

Zum Füllen des Brunnens eignen sich eine Reihe von sensorischen Eindrücken, die unser Künstlergehirn nähren: Visuelle Eindrücke, Klang, Gerüche, Geschmack, Berührung, Vergnügen, Spaß, Faszinierung, Mysterien, Magie. (Natürlich geht es nicht um Zauberei, sondern um den Zauber dessen, mit kindlicher Freude das Leben zu entdecken.)

Hierfür benötigen wir Aufmerksamkeit. (Oder, um ein inzwischen etwas ausgeleihertes Trendwort zu bemühen, Achtsamkeit ;-)).

Erfahrungen zu reflektieren und wahrzunehmen, welche Eindrücke sie hinterlassen, kann ebenfalls Futter für den kreativen Verwertungsprozess liefern. (Ich muss dabei an die Psalmen denken, welche ein gutes Beispiel dafür sind, wie es als kollektiv hilfreich empfunden werden kann, wenn ein Individuum seine inneren Prozesse ins Außen verarbeitet, jenseits aller Dogmen, wobei die natürlich ebenso mit einfließen, sofern sie als Eindrücke zugänglich gemacht werden. Manche mögen sie womöglich eher als Tanz oder Dialog zwischen sensorischen Empfindungen und Dogmen verstehen).

„Die Kunst scheint manchmal dem Schmerz zu entspringen, aber vielleicht liegt das daran, dass der Schmerz dazu dient, unsere Aufmerksamkeit auf Details zu lenken“, die uns dann nachhängen und zu Kunst werden.

Aber es muss nicht immer etwas Ausgefallenes sein, auch repetitive, regelmäßige Aktivitäten wie Handarbeiten (unter denen z.B. Jane Austen schrieb) wie auch Gemüse schneiden oder auf der Autobahn fahren. (Bitte nicht beides gleichzeitig…!) Das Ziel besteht darin, das Künstlergehirn zu aktivieren und dadurch in einen Fluss auftauchender Bilder hineintauchen zu können.

Anstatt also zwanghaft zu lesen, wenn wir im Zug oder im Sessel sitzen, gilt es, unsere fokussierte Aufmerksamkeit anzuknipsen: „Wir müssen uns unseren Lebenserfahrungen stellen, anstatt sie zu ignorieren. Kunst ist Phantasie im Spiel auf dem Feld der Zeit. Spielen Sie.“

Für mich erscheint das im Kontrast zu stehen zu dem, wie ich Glauben gelernt habe – was wir fühlen, erfahren, erspüren, er-leben und wahrnehmen, ist nicht so wichtig wie das, was gelehrt wird, was wir lesen, was uns beigebracht wurde. Auch wenn es Raum für scheinbar kreative Elemente gab (z.B. in Form emotionaler Lobpreis-Sessions), war doch immer ein starker Rahmen dafür da, wie diese Zeiten so abzulaufen haben. Starke Abweichungen führen zu Verunsicherung, wir möchten aber lieber Sicherheiten vorfinden und nur einen gewissen Grad an Herausforderung. Dieses Thema beschäftigt mich nach wie vor sehr, da ich inzwischen immer mehr glaube, dass wir so viele innere Künstler*innen blockieren und das Göttliche dadurch begrenzen. Eine Angst vor dem Ungewissen zeugt für mich nicht von tiefem Gottvertrauen, sondern vielmehr von einem Vertrauen in eine stabilie religiöse Praxis. Diese*r Gott ist nicht wild und wir sind es auch nicht, und das soll bitte so bleiben, weil wir Stabilität brauchen, im Außen.

Unweigerlich fällt mir dazu der Spruch ein, der Jeshua zugeschrieben wird, dass, wenn wir nicht umkehren und werden wie die Kinder, wir das Himmelreich nicht erleben. (Mt 18,3b) Kinder brauchen das Spielen. Es ist das Wesen eines Kindes, zu spielen. Das innere Künstlerkind muss spielen dürfen.

Nun klingt es etwas paradox, aber um in so eine Freiheit hineinzukommen, ist eine Art von Abhängigkeit nötig. Es ist aber die von der unerschöpflichen Quelle selbst, die wir immer wieder in uns hineinlaufen lassen müssen, durch Inspiration, innere Bilder usw.

Die Umkehr besteht also darin, von der Abhängigkeit durch Fremdurteile und Begrenzungen hin zu einer Abhängigkeit von Selbstannahme und Fülle zu gelangen:

Wenn wir uns, wie Julia Cameron im Kapitel „Den Fluss finden“ ausführt, zur spirituellen Abhängigkeit von dieser inneren Quelle hinwenden, die uns mit Möglichkeiten verbindet, die über uns selbst hinausgehen (was sie als Gott bezeichnet), erfolgt eine „Kehrtwendung“ – wir werden „uns selbst gegenüber aufrichtiger“ und „dem Positiven gegenüber offener“ ,“urteilen weniger über uns und über andere“, können „spontaner“ und befreiter leben, uns selbst „sanfter behandeln“ und andere werden sich „durch uns nicht so belastet fühlen“. Für mich ein Hinweis auf die christliche metanoia, die Umkehr, welche wir eigentlich benötigen – hin zur inneren kreativen Kraftquelle, die uns in einen heilsamen Aktivitätsmodus hineinführen kann.

(Auch Begriffe wie (christlicher) Anarchismus und Priesterschaft aller fallen mir dazu ein… und ich überlege, wie Gemeinschaften tatsächliche mündige alleindenkende und handlungsfähige Menschen hervorbringen können, und spüre, wie die Kunst uns da sehr große Dienste leisten kann, um uns wirklich dahin entwickeln zu können. Wiederum lässt sie sich nicht in eine Schema pressen, das gut kontrolliert werden kann – und genau das klingt für mich so nach Jeshua. Vielleicht könnte das Kirche helfen, wieder zu wachsen, wenn solche Themen wirklich in den Fokus rücken dürfen.)

Ich sehe, wie du wahrscheinlich längst bemerkt hast, das Prinzip mitnichten nur als etwas für „Kunstschaffende“, die also einem kreativen Beruf oder Hobby, wie mensch so schön sagt, nachgehen möchten. Sondern wenn wir uns Menschen als Wesen, die geschaffen und zum Schaffen bestimmt sind, dazu also, das kreative Wesen eines kreativen Gottes widerzuspiegeln, dann können wir das gesamte Leben als einen kreativen Schaffensakt betrachten. Alles Leben ist Kreiieren, weil immer etwas werden kann, was noch nicht ist, was aber als Idee schon irgendwo herumwabert, tief in uns drinnen schlummert, und zum Leben erweckt oder aus etwas bestehendem herausgeschält werden will. Geistliches Leben bedeutet dann wiederum, etwas Lebendiges zu kreiieren, was mit Hoffnung verbunden, mit Liebe durchtränkt, mit Vergebung durchzogen und von Güte geprägt ist.

Dass nicht mehr wir leben, sondern Christus in uns, kann dann bedeuten, dass nicht mehr das „ich sollte“, „man erwartet von mir“, „wahrscheinlich müsste ich mal“ usw unser Handeln und Sein bestimmen. Sondern ein „ich darf“, „ich träume“, bzw noch richtiger „Gott träumt durch mich wunderschöne heilsame Dinge in diese Welt hinein, die ich ins Leben rufen und ausführen darf“. Ich darf spielen, was die leise Stimme in mir singt, die das Leben in Person ist. Und ich darf mein eigenes Wesen, dass sowieso verbunden ist mit diesem Wesen, wenn ich es zulasse, ebenso herausbringen, darf einfach sein und tun, weil die Angst verschwunden ist, wenn ich mich wirklich geliebt weiß, mich selbst liebe.

Leider basieren viele gesellschaftliche Strukturen auf der Vorstellung, dass, wenn wir die Menschen noch mehr spielen, träumen, frei sein und herumalbern und einfach machen lassen, dann Schlechtes dabei herauskommen müsse, da der Mensch eben von Grund auf schlecht sei und daher Normierung benötigt. Vor allem auch unter Christen hat das leider eine lange Tradition und deshalb finden sich auch hier vermutlich viele blockierte Menschen.

„Die Abhängigkeit von dem Schöpfer in uns bedeutet wirkliche Freiheit von allen anderen Abhängigkeiten“. […] „Wir lernen jetzt, den Götzendienst aufzugeben – die vergötternde Abhängigkeit von anderen Menschen, Orten oder Dingen.“ „Stattdessen machen wir uns von der Quelle selbst abhängig. Die Quelle erfüllt uns unsere Bedürfnisse mit Hilfe von Menschen, Orten und Dingen.“

(In den biblischen Briefen finden wir das unter dem Stichwort „Gesetz der Freiheit“…)

Ich habe gemerkt- und auch in dem Kurs kommt es immer wieder darauf zurück- dass für diesen Weg ein durch und durch zugewandtes, wohlwollendes Gottesgegenüber unerlässlich ist. Das kreative Kind benötigt Zugewandtheit und Wertschätzung dafür, so sein zu dürfen, wie es ist und spielen zu dürfen, wie es spielt.

„Dadurch, dass wir angefangen haben, auf unser inneres Künstlerkind zu hören, hat auch dieses angefangen, sich immer sicherer zu fühlen.“

Da das einzige Medium, mit dem wir Gott wahrnehmen, letzlich doch wir selbst, unser eigenes Inneres, unsere Wahrnehmung, Auffassung, Ansichten, unser Leib, unsere Psyche, unser Erleben usw – ändert sich auch meine Wahrnehmung, Leiblichkeit, meine Blickwinkel, sobald mir in meinem Inneren kein strafendes, sondern ein wirklich wohlwollendes Gegenüber begegnet.

Wir brauchen als ersten Schritt dieses Prozesses, ein wirklich wirklich gütiges Gottesbild in uns zu kreiiren. Und das kann eine riesige Hürde sein, wenn mensch gewisse Prägungen und Gemeindeerfahrungen schon seit frühester Kindheit erlebt hat, die zwar einerseits immer von einem liebenden Gott sprechen, de facto, indem, wie Christen leben und konkrete Situationen beurteilen, aber doch immer wieder konstruiert wird, was aber dann doch noch alles wichtig ist, um so wirklich richtig nachfolgend zu sein, in den Himmel zu kommen etc. (Dazu ein anderes Mal mehr).

Eine riesige Hürde hinter sich lassen, bedeutet dann aber auch – einen riesigen Durchbruch zu erreichen, ein neues Land zu erkunden, in eine ungeahnte Freiheit hineinwachsen zu dürfen.

„Indem wir den Schöpfer in uns suchen und unser eigenes Geschenk der Kreativität umarmen, lernen wir, in dieser Welt spirituell zu sein; darauf zu vertrauen, dass Gott gut ist und wir und die gesamte Schöpfung es ebenfalls sind.“

Ich möchte dir vorschlagen, den Glaubensweg als einen kreativen Weg zu betrachten, der darin besteht, sich mit einem schöpferisch veranlagten Wesen zu verbinden, das große Lust daran hat, uns mit allen möglichen und unmöglichen kreativen Quellen in Verbindung zu bringen.

Und ja, das kann uns wegführen aus einer religiösen Praxis und einem komfortablen Orientierungsrahmen, in dem immer schon fest steht, was passiert.

Das Leben von Jeschua war äußerst kreativ und das vieler anderer Menschen ebenso, von denen in den biblischen Schriften oder anderen Büchern (z.B. über die Mystiker:innen) die Rede ist.

Es ging möglicherweise nie darum, sich einmal wöchentlich in eine nette Veranstaltung zu setzen und den Kopf etwas durchdenken, den Mund auch mal etwas nachzusingen zu lassen. Es war immer ein Unterwegssein im Ungewissen, Begegnungen mit Fremden, die zu Freunden wurden, Situationen, die ein Höchstmaß an Hingabe und hoffnungsvoller Fantasie erforderten. Und es ging um ein Glaubensleben voller kreativer Lösungsfindung (die natürlich auch anstrengend und aufreibend sein kann!), symbolträchtiger Poesie und purer buntester Lebendigkeit, mitten in Schmerz und Tragik.

(In dem recht jungen Liedtext „Leben“ von Tobias Wilhelm aus Münster gibt es die Zeile „Du stürmst mein Universum! Spritzt Farbe in den Tod!“, die genau das für mich sehr treffend ausdrückt und mich sehr bewegt hat).

Es geht um heilsames Spielen. Und wenn wir uns auf den Weg dahin machen, kommt die Gegenwart Gottes uns entgegen und taucht plötzlich hier und da auf und spannt Schnüre, wo wir uns gar keine vorstellen konnten. Wie aufregend, wie schön.

Das was wir, wenn solche Synchronizitäten passieren, als Wunder bezeichnen, ist laut Cameron eigentlich das Normale, und wird sich mit zunehmendem Gesunden des kreativen Selbst auch immer normaler anfühlen.

Für meinen durchgebeutelten Glauben ist es ein Lichtzeichen, ein großer Hoffnungsschimmer: Mit einem göttlichen Wesen unterwegs zu sein und daraus Kraft und Inspiration zu beziehen, muss kein Weg des Sollens, Müssens, des Vernünftigen, der Pseudo-Freiheiten sein.

Es kann ein Weg sein, auf dem nicht von vornherein beurteilt, beschämt, vorgegeben wird. Sondern auf dem sich eine innere, liebgewonnene kreative Kinderseele ins Außen befreien kann und hervorbringen darf, was da ist. Und in dem die Quelle so fest, der Brunnen so gefüllt wird, durch die Verbundenheit mit dem Strom, der uns alle verbinden kann, dass es auch völlig unwichtig ist, ob irgendwelche religiösen Positionen das aber anders sehen. Kreative (innere) Kinder an die Macht! 🙂

*Die Künstlerin ist natürlich genauso gemeint, der Einfachheit halber soll es hier mal bei der übersetzten Form belassen werden.

Die drei Brunnen I : Spiel des (Glaubens-)Lebens…

Well, well, well…

In meinem Glaubensprozess bin ich über die Jahre auf drei verschiedene Brunnen gestoßen und habe kürzlich gemerkt, dass sie sich auch mehr oder weniger zusammenbringen lassen und für mich ein ziemlich starkes inneres Bild darstellen. Dieses möchte ich gerne mit euch teilen.

Um es ein wenig ausführen zu können, mache ich am besten 3 einzelne Teile daraus.

Los geht es mit Brunnen Nr. 1:

Eigentlich hat das nicht so direkt mit dem Glauben zu tun, mir ist aber bewusst geworden, dass der Symbolgehalt sehr gut abbildet, was ich in den letzten ein zwei Jahren glaubensmäßig bewege und durchlebe. Auch aus anderen (zeitlichen und zwischenmenschlichen) Gründen ist diese Geschichte für mich mit meiner bisher längsten und prägendsten Glaubensphase, der ich gerade entwachse, unmittelbar verknüpft.

Bei meinem absoluten Lieblingskonsolenspiel (Zelda – The Ocarina of Time für Nintendo 64) gibt es eine Stelle in der Handlung, an welcher die Hauptfigur Link sich einem Brunnen stellen muss, um weiterzukommen.

Besser gesagt, sie muss sich dem Unbequemen stellen, das sie im Brunnen vorfindet – und wird im Laufe dieses Prozesses etwas wertvolles und nützliches erhalten, mit dem sie später noch weitere Tiefen gut meistern können wird.

Da es für mich sehr wertvoll ist, die spielerische Handlung szenisch zu verstehen, verknüpfe ich einzelne Aspekte mit Anmerkungen, wie ich die im Spiel vorgefundenen Metaphern für mich interpretieren und mir so etwas mitnehmen kann, das mir bei der Reflexion meiner eigenen Glaubensgeschichte hilfreich ist:

Als Erwachsener hat die Hauptfigur Link ein einschneidendes Erlebnis in einem Dorf, das mal recht idyllisch war. (Das bisher bekannte Glaubensleben? Die behütete christliche Landschaft..?) Er wird von einem Schattendämon angegriffen und beinahe getötet (einem mächtigen Monster, das schon sehr alt ist – im englischen heißt es evil shadow spirit- so könnte es im übertragenen Sinne für die Verdichtung uralter bzw früh gelernter destruktiver Überzeugungen, Gesinnungen und Mechanismen stehen, die plötzlich sichtbar bzw wirksam werden und das Leben zerstören), der aus dem Brunnen ausbricht und dann von einer ziemlich kompetenten Frau (Impa) einen Ort zugewiesen bekommt, wo er später in Ruhe schrittweise überwunden werden kann. (…= das Loslösen aus ungesunden und die Erarbeitung hilfreicherer Denk- und Handlungsmuster..?)

Für eine Zwischenphase, in welcher er das Auge der Wahrheit aus dem Brunnen bergen und dann damit zum Schattentempel gehen soll, wird Link von Shiek (zu dem sich Prinzessin Zelda zwischenzeitlich transformiert hat, wie Link erst später bemerkt) mit einem Lied und etwas Ermunterung aufgebaut.

(Ohne das Lied kommt er übrigens später nicht wirklich weiter, da es ihn tatsächlich an einen anderen Ort versetzen kann. Das erinnert mich an Menschen, die uns auf unserem Weg begegnen, die uns etwas mitgeben können, das wir als so wertvoll empfinden, dass wir nicht wüssten, wie wir sonst vom Fleck gekommen wären, ohne genau das, was uns diese Verbindung gegeben hat. Eine echte Ressource also).

Dafür wird dann auch unbedingt ein Gegenstand benötigt (d.h. eine spezielle Phase muss auch erstmal durchgestanden werden), welcher nur in diesem Brunnen zu finden ist – das Auge der Wahrheit.

(Man beachte – der selbe Raum, in dem das destruktive verortet wird, wird zu dem Hilfsmittel, durch welches genau diese destruktiven Kräfte überwunden und transformiert werden können und Ruhe einkehren kann).

Wer durch das Auge der Wahrheit hindurch sieht, hat eine andere Perspektive auf seine Umgebung – es wird deutlich, welche Dinge gar nicht wirklich da sind, die zuvor sichtbar waren.. und welche unsichtbaren Gefahren oder Ressourcen auch noch auffindbar sind, die vorher unsichtbar waren (für die man also „kein Auge hatte“). Man kann es also nutzen, um Situationen anders einzuschätzen und anders damit umgehen zu können. (Im übertragenen Sinne könnte es also z.B. für eine bestimmte Haltung stehen, mit der ein Mensch, womöglich auch kollektiver betrachtet, eine Gemeinschaft von Menschen, durchs Leben gehen kann, sobald sie entdeckt und entwickelt wird und man sie im Gepäck hat. Oder auch ein vertieftes Bewusstsein dafür, wo der Boden eben doch nicht wie angenommen trägt, wo Gefahren für die eigene gesunde Entwicklung bestehen und wo aber auch unentdecke Schätze und Ressourcen liegen können). Dem Wahrheitsbegriff widme ich mich lieber einmal ausführlicher an anderer Stelle… 😉

Ebenfalls spannend finde ich, dass es einen Hirnsauger (mit sogenannter Wächterfunktion, weil er einen eben davon fernhalten will, die Lupe, mit der man mehr sehen kann, ergreifen zu können) und einen gewissen (veränderbaren) Wasserstand gibt in diesem Brunnen, sowie etliche Wände, die nur optische Illusionen sind.

Das erinnert mich an eine Vermittlung davon, wie sich die Dinge verhalten (z.B. mit Gott, der Bibel und der Welt usw), die ich hier und heute unter Gehirnwäsche und Manipulation bzw Missbrauch einordne und von denen ich es endlich schaffe, mich mehr und mehr herauszulösen und frei davon zu werden. Die Hand im Gesicht, den eigenen Blick verdeckend, die individuelle Perspektive verneinend, stellt somit das Gegenteil zum Auge der Wahrheit, das man selbst in der Hand halten kann, sie ist das negierende, indoktrinierende ‚Deine Perspektive hat nur das zu sehen, was ich in der Hand habe‘.

In mir versinnbildlicht das den Ursprung der Sehnsucht nach eigenständigem GlaubensLeben. Danach, endlich alles religiöse ablegen und loswerden zu können, um mich mit dem zu umgeben, was Jeshua wirklich gemeint hatte. Es ist auch die Sehnsucht nach Freiheit davon, immer die Vorstellungen anderer vor Augen haben zu müssen (inklusive auch der eigenen, verinnerlichten).

Und dass einem manchmal das Wasser bis zum Halse stehen kann, Menschen untergehen oder aber Dinge bewältigen, indem sie den Wasserstand anzupassen schaffen, auch das hat ziemlich viel mit im System verankerten (bzw im eigenne Inneren abgebildeten) Rahmenbedingungen, Erwartungen und Ansichten zu tun. Manchmal ist das Herz so zugeschüttet mit engen Vorstellungen, wie Gott, die Welt und der Mensch einschließlich man selbst doch sein müssten, dass es daran förmlich ertrinkt und aus diesen hinabziehenden Vorstellungen nicht wieder aufzutauchen schafft.

Und schließlich sind da die von außen (bzw einer religiösen Obrigkeit/Richtung) auferlegten oder schon verinnerlichten und somit von einem selbst aufgetragenen Vorgaben, Richtlinien, Grenzen, Du-sollst- und Du-sollst-nicht- Sätze. Die Wände, die einem viele weiterführende Lebenswege versperren. Die Negierungen des eigenen Lebenswegs. Die vielen Da-geht-es-nicht-langs und So-machen-wir-Christen-das-nichtse. Die vielen Einschränkungen, Einengungen – oder, biblisch gesprochen- die Unterjochungen der Knechtschaft… in denen viele fromme Menschen leider ihr Leben verbringen. Oder die sie auch in eigentlich freiere Kontexte vielleicht mit hineinnehmen und diese dann gar nicht wirklich frei erlebt werden können… da die inneren Prozesse erstmal eine tiefergehende Umprogrammierung benötigen würden..

Die Methoden, um mit den vorgefundenen Schwierigkeiten am Grund des Brunnens umzugehen, bewegen sich zwischen militanter Gegenwehr mit Bomben und Schwert (einer klaren Kampfansage und dem bewussten Auflösen von Schrecken?), dem cleveren Lösen von Rätseln (manchmal ist es eben doch das gute alte rationale Nachdenken, das weiterhilft) sowie dem Spielen eines royalen Wiegenlieds (Entspannungsmethoden, Mediationsmusik, Innerer-Kind-Arbeit?).
Und dann ist noch bedeutsam, sich nicht mehr von sichtbaren Wänden den Weg zeigen zu lassen, sondern mutig Wege zu beschreiten, die hinter diesen liegen, die man zunächst mal nur erahnen und durch Versuch und Irrtum erkunden kann, später mit dem Auge der Wahrheit aber easy sehen kann. (Das ist für mich ein passendes Bild für das Aufgeben bisheriger Glaubenssätze und Überzeugungen.. Und damit auch dem Finden von neuen Überzeugungen, Haltungen und Perspektiven und dem Beschreiten anderer Wege.)

Interessant ist zudem, dass zuvor das ganze Wasser aus dem Brunnen gepumpt werden muss, indem Link in der Zeit zurückreist und als Kind in der Mühle über dem Brunnen die Hymne des Sturms spielt. (Manchmal muss erstmal alles raus… und erstmal eine große Erschütterung, ein großer Sturm und große Leere einkehren in die Idylle, von der man irgendwann mit voller Wucht gemerkt hat, dass sie trügerisch ist. Und manchmal kann das mit einem kindlichen Geist, einer Naivität, einem Entdecken von Autonomie („Trotzphase“ genannt) und dem Erkennen, dass man doch noch Dinge hat, aus denen man nie herausgewachsen ist, in denen man mündig werden darf, verbunden.. vieles hat sich eben doch in jungen Jahren eingeprägt und ist doch so lange schon gar nicht mehr dienlich..)

Für mich war es eine weiterbringende Erkenntnis, mich zu erinnern, wie oft ich das in dem Spiel durchgespielt hatte.. und wie ich es jetzt im echten Leben auch durchspielen „darf“ – bzw muss, um nicht daran zugrunde zu gehen, wie sich die Dinge so entwickelt haben. Ich möchte zu denen gehören, die nicht daran zugrunde gehen. Bzw um im Bild zu bleiben – die den Grund ergründen um dann mit einer neu gefundenen erweiterten Perspektive wieder hinaufklettern und zu neuen Abenteuern (ja, auch in hinter Friedhöfen liegenden Schattentempeln) aufbrechen zu können, an die ich mich dann wage. Und ich bin dankbar für jeden Schritt im Ungewissen, wo ich von Neu Entdecktem getragen werde.

„Geh hin, wo du nicht kannst, sieh, wo du siehest nicht; hör, wo nichts schallt und klingt, so bist du, wo Gott spricht.“ – Angelius Silesius

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Bis auf Beitragsbild: https://www.planet3ds.de/images/db/52199.jpg

Dialog im Nebel

Wenn ich mit bekannten und viel gepflegten Anreden und Zuschreibungen Gottes nicht mehr so viel anfangen kann, wie kann ich denn dann etwas formulieren, was für mich einem Gebet entspricht?

Darüber mache ich mir häufig Gedanken. Bestimmte Arten zu beten vermisse ich kein bisschen. In den Gemeinden, die ich kannte, war immer klar, wenn jemand fragt, ob wir noch beten wollen, dann war damit gemeint, dass Menschen Worte sprechen. Oft war auch allen klar, wie so ein Gebet dann abläuft, und auch dort, wo vorformulierte Gebete tendenziell verpönt sind, bürgern sich dennoch mit der Zeit Floskeln und Phrasen ein, die mensch dann eben so sagt, beim Beten. Das ist nicht per se schlecht und Rituale erfüllen im (zwischen)menschlichen Alltag eine wichtige Funktion. Da wo gegangene Wege allerdings irgendwann so ausgetreten sind, dass kaum mehr Gras wächst, muss ich auf Abstand gehen.

Außerdem gab es da auch noch diesen Hinweis, dass es nicht darum gehen kann, viele Worte zu machen. Die innerlich stattfindenden Prozesse sind wesentlich wichtiger und die sind nicht unbedingt an den Worten festzumachen, dennoch kann die Wortwahl und Gewohnheiten bestimmte Gebetsverständnisse begünstigen, während andere mehr oder weniger unmöglich werden, und sei es auch „nur“ aufgrund von Gruppendynamik.

Abseits dessen, was mir jahrelang als Gebet bekannt war bewegt sich in mir ein großes Fragezeichen – warum ausgerechnet mit der großartigsten aller Existenzen oft so gekünstelt gesprochen wird. . Mich dem zu entziehen, dass das eben so gemacht wird, weil mensch das eben so macht, gelingt mir in der Gemeinschaft gerade fast gar nicht mehr.

Ganz schnell sind wir dann wieder beim männlichen Fürbitt-Gott, dem wir mit vielen Worten erzählen, was er ja gerade sieht, bevor wir ihn bitten, uns bzw denen, für die wir beten, zu helfen, den Alltag zu schaffen oder auch heikle Situationen zu bewältigen.

Ohne bestimmte Formen abwerten zu wollen, die für Menschen wichtig und gut sind, habe ich gemerkt, dass ich mit vielen von diesen Bekannten Sachen nicht mehr besonders viel anfangen kann.

Sie funktionieren einfach nicht mehr so wie bisher, sind mir zu phrasenhaft….und zu weit weg von einem Gottes- und Weltbild, mit dem ich tatsächlich die Realität verknüpfen kann.

Gleichzeitig sehne ich mich aber noch immer danach, das große Du, das liebende Gegenüber hinter aller menschlicher Existenz zu adressieren.

-Zwischenstand.-

Im Abstand zum Bekannten wurde für mich das Einfach-da-sein, das Hinspüren, das Zuhören, Präsenz, die sich einfach verbindet mit dem was ist und mit dem was werden darf, erneut wichtig.

Das hatte mir oft viel zu wenig Platz. In Gemeinschaft ist so etwas womöglich ja auch schwieriger..erst recht wenn Rahmen und/oder Gewohnheit dafür fehlen. Vor allem, wenn eine bestimmte Art von Präsenz, Zusammensein, Zusammenschweigen von anderen eben nicht als Gebet aufgefasst wird, sodass sie dann immer noch ihre Gebetsformulierungen hintenran hängen müssen, weil es sich sonst nicht richtig anfühlt (für mich fühlt es sich dadurch oft eher wie Aberglaube an.. so verschieden sind wir eben dann doch manchmal..)

Dann wieder fällt es aber auch schwer, das Schweigen auszuhalten. Ich kann das nicht besonders gut. Mir helfen dann (und auch das ist in etablierter Gemeinschaft weniger leicht zu erkunden bzw zu entwickeln) Melodien, ein Satz, ein paar Worte, Bewegung und/oder die Konzentration auf die Atmung, um ein Geländer zu haben, an dem entlang ich mich an den Ort begeben kann, an dem ich dem großen Du begegne und mich ganz in die Präsenz hüllen lassen kann, welche ich dort vorfinde, und die so auf geheimnisvolle Weise beginnt, auch in mir sich einen Weg zu bahnen.

Und dann manchmal soll es aber eben doch ein Gespräch sein. Mit Worten als Anker zwischen den Zeitformen, die meinem Ausstrecken in himmlische Sphären Halt geben und mir helfen, alle Ebenen zu verknüpfen.

Vor ein paar Wochen kam mir während eines Spaziergangs die Idee, in etwa so zu beten (ich erinnere mich leider nicht mehr genau, deshalb sind das hier nur Beispiele für Zeilen):

Ewiges, liebendes Du. .

Öffne mich für die Dankbarkeit und die Liebe.

Bewege und entfalte mich in dir, kreative Schaffenskraft.

Verbinde mich mit deiner Güte. Öffne mich dem versöhnten Leben.

Mache mich weit für die Freiheit. Sei mein innerer Schutz.

Atme Vergebung und Neuanfang. Verbinde mich mit dem Leben.

Öffne meinen Blick für dich (das lebendige liebevolle Sein) – in allen meinen Begegnungen.

Verschenke mich, teile was mir zuteil wurde.

Lasse die Schwere weiterziehen. Lass mich umarmen. verweilen. tanzen.

Um das Leben zu würdigen, in mir, und in allen Geschöpfen.

An so einer Art von Gebet mag ich, dass nicht im Mittelpunkt steht, dass Gott irgendwas für mich machen soll, sondern dass ich versuche, die Sachen, die ich um mich herum immer mehr sehen möchte, in mir selber zu entfalten. Und auch die personalen Pronomen sind stellenweise nicht eindeutig (vor jeden Satz könnte auch ein „Ich“ stehen, sodass auch klar wird, dass ich selbst für das mir geschenkte Leben Verantwortung übernehmen darf und diese nicht einfach abgebe, damit ein wie auch immer gearteter Gott mir das mal eben abnimmt.), was mich an Eckhart Tolles Erklärung zu „Sei still. Und erkenne. Ich bin. Gott.“ erinnert. So ist nämlich auf einer bestimmten Stufe gar nicht mehr so klar, ob ich mich selbst ausrichte oder Gott adressiere. So gesehen kann ich auch sagen: Mein Ausgerichtetsein auf ein nichtmenschliches Gegenüber voller geheilter Eigenschaften und Möglichkeiten führt dazu, dass ich mich selbst, meine Wirklichkeit, ausrichte auf diese Eigenschaften hin und so wieder in Balance komme, und Zukünftiges in die Gegenwart spreche.

Ich richte mich aus. Ich richte mich auf. Und natürlich nicht aus eigener Kraft, und darin besteht das Gotteslob, das genügt: ein von einer lebendigen Begegnung mit der unerschöpflichen inneren Quelle zur Liebe hin verändertes Menschenleben.

Und was ist nun mit Fürbitte?

Wenn ich auf diese Weise aus dieser Quelle geschöpft habe, dann wird anderen die Begegnung mit mir auch automatisch zum Segen werden. Und mit wem immer ich mich gedanklich, sobald möglich aber auch in einer zwischenmenschlichen Begegnung, dann verbinde, mit dieser Person verbindet sich ja auch potentiell alles an guten Sachen, womit ich mich verbunden habe. So entstehen Segenskreisläufe. Das kann mitunter eigenverantwortliches Handeln, auch außerhalb der Komfortzone bedeuten. Und auch umgekehrt, dass mir gute Dinge, die ich erfahren und entwickeln möchte, womöglich an Orten und durch Menschen zuteil werden, die selber zum Beispiel gar nicht beten. Gott ist so viel größer.

Die feminine Gottin

Gott – das ewig herrlich-männlich-väterliche Idol? Bist du so? Bist du nur so? Oder auch noch anders?

Inzwischen erscheint es mir wie Götzendienst, dich mir als explizit männlich vorzustellen.

Und doch kenne ich es nicht anders von den Gemeinschaften, in denen ich bisher geglaubt habe, dich zu finden. Ich habe dich dort nur halb gefunden. Immer als Mann. Immer wurde über dich nur männlich gesprochen. Ich möchte das nicht mehr. Es wird dir nicht gerecht. Und es wird einer gleichberechtigten Gesellschaft und Glaubensgemeinschaft nicht gerecht.

Nun hat ein grammatikalisches Maskulinum für die tatsächlichen Eigenschaften der beschriebenen Sache ja nicht unbedingt etwas zu sagen… Der Tisch ist nicht männlicher als die Lampe. Jedoch geht es hier um eine Person – und vor dem Hintergrund der Unterdrückung von Frauen durch jahrtausende andauernde patriarchale Strukturen ist es dann eben doch auch mal wichtig zu überlegen, ob das so noch Sinn macht – oder je Sinn gemacht hat.

Wir lesen, wie z.B. der Theologe Frank Crüsemann festgestellt hat, dass die Menschen ein Ebenbild von dir sind – männlich und weiblich – und du deshalb eben auch männlich und weiblich bist.

Aber glauben wir das tatsächlich? Ich habe es bisher so gut wie nie wahrgenommen, dass das einen Platz bekommt. Ja, da ist dieser Vers darüber, dass du tröstest wie eine Mutter… aber viel mehr in die Richtung kam dann auch nicht.

Bei mir hat das dazu geführt, dass es sich sehr komisch anfühlt, von dir als weiblich zu sprechen. Es hat sich eben einfach so durchgesetzt – unser Gott ist männlich. Punkt.

Ich vermute, dass Jeshua vom Vater gesprochen hat, hatte gute Gründe – weil in dieser Zeit eben ein Vater viel mehr Handlungsspielraum hatte und ernster genommen wurde. (Das gleiche gilt für die Bezeichnung „Herr“- weibliche Regierungschefs waren damals einfach nicht wirklich denkbar..). Außerdem war es in dieser Zeit wichtig, die Betonung auf einen einzelnen Gott zu legen, da sonst womöglich allzuschnell von den Menschen aus einer weiblichen und männlichen Seite ein Götterpaar gemacht worden wäre (Karl Veitschegger, 1981).

Mit seinem Leben hat Jeshua ja trotzem (oder gerade deswegen) auch gezeigt, dass Frauen gleichberechtigt sind – sei es als Gesprächspartner:innen, Zeug:innen oder als Jünger:innen bzw Apostel:innen. (Dass die später beim Aufschreiben eher wenig Raum in der Erwähnung bekommen haben, lag ja nicht an ihm). Er war außerdem durch eine weibliche Teenagerin zur Welt gekommen (was Gott sicher auch anders hätte lösen können). Und er hat auch nicht davor zurückgeschreckt, Tätigkeiten zu übernehmen, die eher von Frauen erwartet wurden. Jeshua hat sich über Kategorien hinweggesetzt (z.B. auch die des Alters) und sogar mal von einer „heidnischen“ (!) Frau(!) seine Meinung ändern lassen. All diese Dinge sind heute für viele Menschen noch genauso anstößig.

Was ich sagen will – selbst für damalige Verhältnisse waren da schon recht viele Dinge dabei, die so eigentlich skandalös waren. Aber manches hätte vielleicht wirklich nicht weiter transportiert werden können, wenn Jesus als Frau erschienen und von einem mütterlichen Gott gesprochen hätte..? (Macht er vielleicht nächstes Mal?) Weil die Menschen einfach nicht so weit waren?

Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass es Gott wichtig ist, als Mann betrachtet zu werden.

Nur, dass Gott möchte, dass die Menschen dieses in grenzenloser Güte regierende Wesen hinter allem entdecken, dass sich ihnen in „radikaler Akzeptanz“, wie es ein tübinger Studentenpfarrer in einer Predigt formuliert hat, zuwendet. Und dafür ist es vielleicht mehr als nötig, bestimmte Bilder von Gott loszulassen, die Menschen daran hindern, diese Güte zu erfahren…

Selbst die heilige Geistkraft, die im hebräischen weiblich ist (und im griechischen zumindest sächlich) müsste doch eigentlich als die Geistin oder wenigstens das Geistige/Geistliche in unsere Sprache eingehen und könnte das auch theologisch ziemlich unverfänglich. Tut sie aber nicht. Vielleicht weil, als sich auf die Trinität geeinigt wurde, es zu skandalös gewesen wäre, wenn da ein weiblicher Teil dabei gewesen wäre. .? Weil die Männer, die das entschieden haben, und die religiösen Systeme, die es fortgeführt haben, es nicht so gut kontrollieren und ihre Machtposition stabilisieren konnten, wenn da ein Teil Gottes keine männliche Person ist? Sondern eine weiblich-schöpferische Kraft, die weht, wo sie will?

(Zum Thema weibliche Geistkraft gibt es einen schönen Artikel von Erika Godel.)

Ich habe gar nichs gegen das Väterliche von Gott. Ich mag diesen Aspekt auch. Ich möchte nur, dass das Mütterliche und Weibliche auch Raum bekommt. Und eigentlich sind diese Attributionen (väterlich – hart, kriegerisch, wild, und mütterlich – nährend, versorgend, Leben hervorbringend, besänftigend) auch ziemlich problematisch… Weil es Konstrukte sind, welche im Wandel der Kontexte neu gefüllt oder eben verändert werden müssen – denn was ist gemeint, wenn etwas als väterlich oder mütterlich, männlich oder weiblich bezeichnet wird- und sei es ein Gott? Schnell wird hier offensichtlich, wo Konstrukte zu normativen Schablonen geworden sind, welche die Realität begrenzen.

(Ich las neulich in der Zeitschrift ‚Psychotherapie und Seelsorge‘ einen Artikel, in dem sinngemäß stand, dass väterliches Spielen für das Kind wichtig sei – weil sie mehr raufen und das Kind in die Luft werfen/gewagtere Dinge unternehmen, das Kind mehr herausfordern usw. Da habe ich mich wirklich gefragt, ob ich lachen oder weinen soll und in welchem Jahrhundert der Autor lebt. – Leider eine verpasste Chance, um mit alten Mythen aufzuräumen..)

Für mich ist der Begriff des Vaters deshalb wichtig, weil es um eine familiäre Tischgemeinschaft geht, und nicht zu allen Zeiten alle möglichen Leute daran teilnehmen durften, sondern nur nahe Verwandte. Noch immer geht es in den meisten (auch christlichen) Kleinfamilien so zu, dass sich zu allererst um die biologischen Kinder und Verwandten gedreht, für diese gelebt, gesorgt und mit diesen geteilt und Gemeinschaft gepflegt wird. Genau das ist aber nicht das, was Jeshua vorgelebt hat.

Sondern – wenn Gott unabhängig von Klasse, Geschlecht, Volk etc alle Menschen zu sich einlädt, und sich ihnen gegenüber wie ein Vater verhält (und natürlich auch wie eine Mutter), dann ist das in erster Linie ein Hinweis darauf, dass – da wo sich alle als Kinder derselben Person begreifen – alle Menschen zueinander ein Verhältnis haben können, als ob sie miteinander eng verwandt sind. Und das ist etwas wunderschönes.

Darüber hinaus glaube ich nicht, dass Gott ein Geschlecht hat (Jeshua sagte mal, nicht mal die Engel haben eins) und dass es für ihn irgendeine Rolle spielt, ob wir ihn uns eher als männlich oder weiblich vorstellen.

Doch für das Leben der Menschen hier macht es einen enormen Unterschied. Und deshalb wird mir immer wichtiger, dass da eine Ausgewogenheit hineinkommt.

Wenn ich glaube, dass Gott in sich für die Würde aller Menschen und die Gleichberechtigung der Frauen einsteht (und davon bin ich überzeugt), dann möchte ich, dass das Glaubensleben (also das, wie sich täglich das Vertrauen in dieses Wesen manifestiert, wie es sich in Gemeinschaften äußert und in der Sprache darüber) das auch reflektiert. Und es macht mich traurig, dass ich bisher keine christliche Gemeinschaft kennengelernt habe, in der das passiert. (In der eben z.B. nicht „der“ heilige Geist gesagt wird, wenn darüber gesprochen wird). Ich wünsche mir, in die Richtung mehr zu entdecken. Und ich bin dankbar dafür, dass mein Gott größer ist als jede Box, in die Menschen sie stecken wollen.

Vielleicht war es sehr clever, dass im jüdischen der Name Gottes JHWH ein Räsel bleibt, nicht ausgesprochen und nur mit Umschreibungen eingegrenzt wird. Am ehesten könnte das vielleicht mit der „wehende“ und „ich werde sein, der ich sein werde“ übersetzt werden.. wie könnte, wie wird das Wesen Gottes noch sein, wenn wir es wirklich sein lassen?

Wir sollen uns kein Bild von Gott machen – ich glaube, dass das nicht wirklich möglich ist, da wir Menschen uns immer Vorstellungen von allem möglichen machen, und der rosa Elefant längst in unserem Kopf sitzt. Anstatt uns ein einziges – z.B. ausschließlich männliches- Bild zu machen, wäre es also ratsamer, uns verschiedenen Vorstellungen zu öffnen -und somit eben auch mit der als weiblich attribuierten Seite Gottes zu befassen. Und diese Seite auch einzubeziehen, zu addressieren, auch dieser Seite zu vertrauen. Die nur dann auch Raum bekommt, wenn die Vorstellung der weiblichen Gottin (für mich gerade ein guter Zwischenbegriff ;)) auch in die Sprache an und über sie Eingang findet. Für mich ist das eine spannende und ermutigende Entdeckung. Und ich will ihr diesen Raum geben.

Und es gibt wohl auch keinen besseren Zeitpunkt, eine Seite an Gott bekannt zu machen, die nicht nur alte, weiße Männer repräsentiert, als jetzt, hier und heute. Eigentlich ist es dafür schon lange höchste Zeit.

Ich danke dir von ganzem Herzen, du Ewig Werdende, die du sein wirst, dass du mir heute begegnest als die, welche du auch bist.

Harmonia Rosales – The Creation of God (2017)

„Life isn’t about…

…finding yourself, life is about creating yourself.“ (George Bernhard Shaw)

Dieser Spruch hängt seit einer Weile über meinem Schreibtisch.

Obwohl der Verfasser dieses Spruchs schon seit siebzig Jahren tot ist, steht dieser Spruch für mich für etwas, auf das sich viele Menschen erst langsam oder noch gar nicht einlassen können, was aber etwas sehr hilfreiches ist in meinen Augen – eine konstruktivistische Denkweise. Sehr oft wird das auch missverstanden, so als ob Konstrukte nicht wirklich im Sinne von wirksam seien… dann lieber an Überzeugungen klammern, die mir sagen ich könne herausfinden „wie es wirklich ein für alle Mal für alle gültig ist“. .

Und genauso leben viele auch ihren Glauben (Life is about finding faith…einmal den richtigen Glauben gefunden muss ich diesen nur noch behalten und dann ist alles gut..) und möchten auch ihr Gottesbild, ihren Gott, einmal für immer finden. In einem bekannten freikirchlichen Lobpreislied heißt „Wir wollen dich erkennen, wie du wirklich bist“. . an dem Punkt, wo ich mich jetzt befinde, kommt mir diese Bitte seltsam und von Gott so auch gar nicht erfüllbar vor. Im Gegenteil – Ich bin froh, dass Gott (?) mich durch mein Studium und Freunde an den Konstruktivismus herangeführt hat.. weil genau das mein Herz gegenüber verschiedenen Überzeugungen, Haltungen und Glaubensrichtungen weiter macht. Passender wäre für mich zu bitten „wir wollen erkennen, welche Vorstellungen von dir und Erlebnisse mit dir auf welche Weise in unserem Leben wirksam sind“. Oder „wir wollen dich noch anders kennenlernen, als unsere Prägungen es uns vorgeben“. (Klingt zugegeben etwas sperrig für einen Liedtext ;-)). Wir wollen dich sein lassen, wie du noch sein kannst… und uns eingestehen, dass wir dich auf eine Art zu dem machen an was wir glauben. Denn sonst gäbe es doch auch nicht so unterschiedliche Gottesbilder und Arten, den Glauben zu praktizieren.

Wenn ich mir anschaue, wie pluralistisch allein die christliche Glaubenslandschaft aufgestellt ist, wie verschieden da geglaubt, gedacht und gehandelt und verkündigt wird, ist mir die Vorstellung, jede dieser unterschiedlichen Gemeinschaften hätte einen kleinen Teil dessen, ‚wie Gott wirklich ist‘, begriffen, oder aber – eine Gruppe hätte nahezu alles davon erkannt, ein bisschen absurd.

(Ist letzteres der Fall, müsste ich mich ständig fragen, ob ich der bestmöglichen Gruppierung angehöre, den „richtigsten“ aller Glauben also gefunden habe.. und müsste die anderen in irgendeiner Form bekämpfen, abwerten usw. Ist allerdings ersteres der Fall, dann kann keine Gruppierung für sich in Anspruch nehmen, tatsächlich mit Gott unterwegs zu sein, sondern lediglich mit einem Teil von ihm, und welcher, ist ihnen selbst womöglich völlig unklar. Wie kann so noch ein personales Du adressiert werden..?)

Für mich ist es naheliegender, es so zu beschreiben: Alle machen sich Bilder von Gott und keines entspricht dem, wie Gott „wirklich ist“, sondern das, was Gottes Wesen und Wirken ist, kann sich anhand der Bilder, die wir uns machen, entsprechend entfalten – oder eben auch nicht. (Ob das, was wir sehen, was sich entfaltet, wiederum von uns einem Gott zugeschoben wird, oder nicht, steht sowieso nochmal auf einem anderen Blatt).

Wie oft habe ich in Gebeten gehört, dass „Gott einen Plan für dein/mein Leben“ habe… und heute denke ich mir so – nein, sorry! Gott hat mir mein Leben geschenkt. (Indirekt, indem eine von mir als Gott bezeichnete Kraft bei der Entstehung menschlichen Lebens inspirierend anwesend war und ist). Und das doch aber eben nicht um dann damit zu planen. Ich bin nicht sein Humankapital. Geschenk ist Geschenk und nicht zweckgebunden. Und es geht auch nicht um mich. Es geht um Menschen an sich.

Wenn Gott tatsächlich einen Plan hat, dann doch wohl den allgemeinen, dass Menschen lernen, menschlich miteinander umzugehen.

Was ich dafür konkret in meiner Zeit, Gesellschaft, Situation, beisteuern kann – dafür brauche ich keinen Plan rausfinden, dafür brauche ich Persönlichkeitsentwicklung und Raum zur Entfaltung. Und ein Einlassen auf diese teife innere unbekannte Inspirationsquelle, die ich als göttliches Gegenüber sowohl rational als auch intuitiv lernen kann zu erfahren..

Das ist eine andere Herangehensweise, die von außen ähnlich aussehen kann, hinter der allerdings eine ganz andere Haltung steht. Für mich ist diese Haltung heilsam.

Mir hilft es nicht mehr, Bücher zu sehen oder Predigten zu hören, die Menschen erzählen, es gäbe eine von Gott angeordnete konkrete Berufung für sie, die es nur herauszufinden und zu erfüllen gilt. Manchen mag das helfen, andern aber eben nicht. Bei vielen Menschen machen solche Aussagen sehr viel kaputt und bauen Druck auf. Und für die braucht es andere Botschaften. Zum Beispiel die: Ich darf mich von Gott inspirieren lassen und mir meine Berufung durch einen lebendigen Prozess, der kreative Begegnungen mit diesem Gott enthält, selbst erschaffen.

Wenn ich zu etwas berufen bin, dann dazu, auf mich selbst zurückgeworfen zu sein und meinem Leben eine Bedeutung und Berufung zuzuweisen. ((Hashtag Existenzialismus). Ich darf schöpferisch tätig sein. Und muss das sogar. Hallelujah, Empowerment für alle! Sounds like Jesus to me.

Ich selbst darf herausfinden, was mir liegt, mich interessiert, mein Herz schlagen lässt, mich vital macht – und genau das darf ich dann tun. Und wenn ich etwas anderes tue, dann ist das so. Ich brauche nicht mehr meine Berufung herausfinden. Wenn ich am richtigen Fleck bin, werde ich das schon merken, weil mein Umfeld mir das spiegelt und weil mein Leben sich stimmig anfühlt. (oder im Christensprech: weil es gute Früchte hervorbringt, was ich da tue. Also weil es mich und andere nährt). Weil mein Handeln in Resonanz mit meinen Haltungen und Bedürfnissen und denen anderer ist.

Um noch einen Schritt weiterzugehen- ich darf mir meinen Glauben und mein Gottesbild konstruieren – ich muss es sogar. Alle tun das ohnehin. Jede Person, welche die Bibel liest, erzeugt mit dem Hintergrund, den sie mitbringt, Bedeutungszusammenhänge für ihr Leben – oder auch nicht. Und diese unterscheiden sich.

Für manche mag der Ansatz ketzerisch sein, für andere vielleicht überlebenswichtig – wir basteln uns einen Gott und einen Glauben, der uns entspricht. Und suchen uns eine Gemeinschaft, die dazu passt und basteln uns auch diese zurecht.

Und so wie manche eben (in guter alter Tradition) sich einen Gott kreiert haben (und den nun kämpferisch zu bewahren versuchen), der bestimmte Eigenschaften hat (wie z.B. männlich) und bestimmte Menschen vom Glauben ausschließt, kreire ich mir eine:n, der:die für alle Menschen da ist und vielleicht ganz anders ist, als ich es mir bisher vorgestellt habe. (Ob ich den noch kämpferisch bewahren muss, überlege ich mir noch 😉 Ich hoffe nicht.)

Beispiel: So, wie Paulus an einer Stelle gerafft hat (was wäre passiert, wenn nicht?!), dass auch nichtjüdische Menschen zur Familie Gottes gehören können, und nicht nur Juden, so ist es vielleicht an der Zeit, zu überlegen, ob auch nichtchristliche Menschen dazu gehören können… ?

Fazit: Inwiefern darf, kann und muss sich Glauben und unser Bild davon, wie Gott ist, ändern, um heute wirklich heilsam für Menschen sein zu können? Wie lassen wir Gott sein, wie lassen wir Gott nicht sein?

Gott ist Mensch geworden, Gott ist gestorben, also liegt doch die Vermutung nahe- eine Änderung seines:ihres Zustands scheint nicht unbedingt das Problem zu sein – außer für uns Menschen…. ?!